![]()
Am 14. Februar 1978 rief eine kleine Gruppe Fasnachtsbegeisterter in Bad Säckingen eine Hexenzunft ins Leben. Da die Gründungsversammlung im östlichen Stadtteil, in Obersäckingen, stattfand, war der Name schnell gefunden: „Obersäckinger Hexen".
Mit ihren dunkelgrünen-lila Kostümen, den holzgeschnitzten, schaurig wirkenden Masken mit gotischem Kopftuch, den urig krummen Besen aus Rebstöcken und den zum Kostüm gehörenden Strohschuhen ist es in der Tat ein eindrucksvolles Bild, wenn die Obersäckinger Hexen durch die Straßen geistern und ihren Schabernack mit den Leuten treiben; gar manches hübsche Mädchen erkennt sich nach einer Konfetti-Kur der Obersäckinger Hexen kaum wieder.
Historisches über Hexen in Bad Säckingen fand man bei Nachforschungen in alten Büchern in einem auf das Jahr 1349 bezogenen Abschnitt, in dem es heißt:„... man erlebte in der Stadt des hl. Fridolin nur wenige Male das entsetzliche Schauspiel eines Hexenbrandes, nur wenige Frauen wurden als Hexen verbrannt."
Heute werden Hexen nicht mehr verbrannt - im Gegenteil: Die Obersäckinger Hexen sind eine immer wieder gern gesehene Hexenzunft, die im In- und Ausland von befreundeten Fasnachtsvereinen eingeladen wird.
Auch unter dem Jahr pflegt der Verein mit seinen mittlerweile über 55 aktiven
Hexen, 36 Kindern und Jugendlichen und 48 passiven Hexen, die Geselligkeit mit
diversen Aktionen. Priorität aber hat zweifelsohne die 5. Jahreszeit, wenn
es wieder heißt: den Obersäckinger Hexen ein dreifaches „Hexen
- Besen"